Erklärmodus aktiv — die Seite kommentiert ihre eigenen Designentscheidungen. Mit E beenden.

Dennis Schöner · Human Factors Ingenieur, M.Sc. · Tuttlingen

Technologie sollte menschlich sein.

Aktuell unterwegs als Human Factors Ingenieur

Ich erforsche, gestalte und baue Dinge, die Menschen verstehen sollen — von empirischer Forschung über Interfaces, Apps und Websites bis zu Plakaten. Evidenz, wo sie zählt. Gestaltung, wo sie wirkt.

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01 — Case Study · M.Sc. ThesisN = 16 · Wizard-of-Oz · HORST900

Wenn der Roboter stoppt

Kollaborative Roboter scheitern lautlos. In der Fertigung ist Schweigen teuer: Die Bedienperson kann Fehler nicht von Pause unterscheiden, das Arousal steigt, und Vertrauen entkoppelt sich von der tatsächlichen Zuverlässigkeit der Maschine — oder überlebt Fehler, die es nicht überleben sollte. Für meine Masterthesis habe ich ein neuro-symbolisches Erklärsystem gebaut und experimentell validiert, mit dem ein Industrieroboter sagen kann, warum.

PERZEPTION YOLOv8 · Arbeitsraumzustand Montagefortschritt KAUSALES SCHLIESSEN symbolisches Fehlermodell Ursache → Konsequenz → Handlung ERKLÄR-HMI Tablet · adaptive Tiefe Flask · SocketIO · Modbus BEDIENPERSON EDA · Herzrate · SAM Vertrauenskalibrierung physiologische Rückkopplung

Szene — mitten in der Montage, Minute 14

Der Roboter stoppt.
Was soll er sagen?

Wähle die Antwort des Roboters. Der Körper der Bedienperson antwortet daneben.


Der Roboter stoppt. Das HMI bleibt leer.

Schweigen zwingt die Bedienperson, die Maschine allein zu modellieren. Das Arousal bleibt erhöht, und Vertrauen entkoppelt sich von der tatsächlichen Zuverlässigkeit — es wird geraten statt kollaboriert.

FEHLEREREIGNIS t₀ t + 90 s AROUSAL (EDA)
Untervertrauenwahrg. ZuverlässigkeitÜbervertrauen

Die Kurven illustrieren die in der Studie beobachteten Reaktionsmuster; die vollständige Statistik steht in der Thesis.

Befund A

Kausal schlägt Schweigen.

Erklärungen, die die Ursache benennen, senkten den Stress der Bedienperson messbar und hielten das Vertrauen nach Fehlern an der tatsächlichen Zuverlässigkeit kalibriert.

Befund B

Entschuldigungen bringen nichts.

Die Entschuldigungs-Rahmung erzeugte keinen messbaren Vorteil gegenüber der Ursache allein. Höflichkeit ohne Information ist Rauschen — eine Designimplikation, keine Nettigkeit.

Befund C

Kurz schlägt lang.

Die Wirksamkeit erreichte zwischen kurzer und langer Variante eine Schwelle. Danach halfen zusätzliche Worte nicht mehr. Erklärtiefe ist ein Designparameter.

Methode — Within-Subjects-Wizard-of-Oz-Experiment, N = 16, industrieller Sechs-Achs-Roboter (fruitcore HORST900), kollaborative Lego-Montage mit kontrollierter Fehlerinjektion. Maße: elektrodermale Aktivität, Herzrate, SAM-Selbstbericht, Vertrauensfragebögen. Stack: YOLOv8-Perzeption, symbolische Kausal-Engine, Flask/SocketIO-Backend, Modbus TCP, Tablet-HMI.

Mit den Transparenzpflichten des EU AI Act für Hochrisikosysteme hört „die Maschine soll sich erklären“ auf, gute Human-Factors-Praxis zu sein — und wird zur Compliance-Anforderung. Diese Forschung sitzt genau in dieser Lücke.

EU AI Act · Art. 13 — Transparenz und Bereitstellung von Informationen für Betreiber
02 — Case Study · AppAndroid · Kotlin · NFC

Erinnerung, die am Ort wohnt

Permy ist eine Android-App für NFC-basiertes Habit- und Zustands-Tracking — entworfen mit exekutiven Funktionsdefiziten als erstklassigem Designparameter, nicht als Randnotiz. Drei NFC-Tags an drei Orten: Medikamentenschrank, Haustür, Schreibtisch. Ein Tap ans Handy genügt, die App bleibt geschlossen. Jede Woche wächst ein Baumring — unregelmäßige Wochen formen ihn anders, statt eine Kette zu brechen.

RolleKonzept · Design · Entwicklung
StackKotlin · Jetpack Compose · Room/SQLite
Interaktion3 NFC-Tags · binäres Tap-Logging
StatusMVP in Entwicklung · Landingpage live
0:00 / 0:28
Produkt-Demo · 28 s · Tap → Ringwachstum → Systembreite → Marke
Permy App-Screen, helle Variante: Baumring-Visualisierung und Liste aktiver NFC-Tags
App-Screen · Variante hell — Papier, Ring als Zustandsbild
Permy App-Screen, dunkle Variante: identisches Layout mit Baumring und Tag-Liste auf dunklem Grund
App-Screen · Variante dunkel — Designrichtung 1a, kontemplativ
Entscheidungen
  • Baumringe statt Streaks: verpasste Tage erzeugen Form, nicht Schuld — keine Lücke, keine kaputte Kette.
  • Die App bleibt zu: Logging passiert am Ort über den Tag, nicht im Interface. Kein Feed, kein Sog.
  • Lokal statt Cloud: Room/SQLite auf dem Gerät, keine Konten, keine Server, keine Abhängigkeit.
03 — Case Study · WebFreelance · MAXXDANCE

Ein Ferienprogramm, live und filterbar

Freelance-Projekt für die Tanzschule MAXXDANCE: Webdesign plus ein modulares HTML/CSS/JS-Framework, das das Team selbst pflegen kann. Kern ist das Ferienprogramm — alle Kurse, alle Zeiten, freie Plätze live. Als Liste oder Wochenplan, filterbar nach Kategorie, Alter, Tag und Freitext.

RolleDesign · Frontend · Framework
StackHTML · CSS · Vanilla JS · kein Build-Step
Architekturmodulares System, vom Team erweiterbar
StatusAusgeliefert · live
MAXXDANCE Startseite: dunkler Hero mit orangenem Akzent, Headline ‚Ferienprogramm‘
Hero · Ferienprogramm-Kampagne
MAXXDANCE Wochenplan: filterbare Kursübersicht mit Kategorien, Alters- und Tagesfilter sowie Suche
Wochenplan-Ansicht · Filter nach Kategorie, Alter, Tag, Suche
Entscheidungen
  • Ein Datenmodell, zwei Ansichten: Liste und Wochenplan rendern aus derselben Quelle — Konsistenz per Konstruktion.
  • Kein Framework-Lock-in: Vanilla-Module ohne Build-Step, damit die Tanzschule Kurse selbst anlegen kann.
  • Filter als Zustand, nicht als Seiten: Alter, Tag und Suche kombinieren sich, statt zu navigieren.
Website öffnen
04 — Grafik DesignPrint · Poster · Editorial

Drei Plakate, drei Tonlagen

Gestaltung außerhalb des Pflichtenhefts: Wissenschaftskommunikation, Produkt, Sport. Gleiche Werkzeuge, andere Haltung — jedes Format bekommt seine eigene Typografie und Farblogik.

Wissenschaftsposter: Emotionale und psychophysiologische Reaktionen bei einer kollaborativen Aufgabe mit einem Industrieroboter in realer und virtueller Umgebung
Wissenschaftskommunikation

Reale vs. virtuelle Mensch-Roboter-Kollaboration

Konferenzposter zur publizierten Studie (N = 46): emotionale und psychophysiologische Reaktionen (EKG, EDA) bei kollaborativen Montageaufgaben in realer und virtueller Arbeitsumgebung. Zwei-Spalten-Raster, klare Lesehierarchie von Einführung bis Diskussion — die Daten führen, die Gestaltung trägt.

KontextPublikation Schöner et al., 2025
FormatA0-Poster · Konferenz
InstitutionHochschule Furtwangen (HFU)
05 — PubliziertPeer-reviewed

Schöner, Birkle & Wagner-Hartl · 2025

Emotional and Psychophysiological Reactions While Performing a Collaborative Task with an Industrial Robot in Real and Virtual Working Settings

Theoretical and Applied Ergonomics · 1(1), 4 · 2025 DOI: 10.3390/tae1010004
06 — ArbeitsweiseForschen ↔ Bauen

Eine Schleife, vier Modi

Forschung
  • Experimentaldesign
  • Psychophysiologie · EDA / HF
  • Statistik · Mixed Models
  • Usability-Testing
  • Eye-Tracking
  • Kognitionspsychologie
Gestaltung
  • Interaction Design
  • Industrielle HMIs
  • Designsysteme
  • Figma · Prototyping
  • Grafik & Editorial
  • Barrierefreiheit
KI
  • Explainable AI
  • Mensch-KI-Vertrauen
  • Neuro-symbolische Systeme
  • Computer Vision · YOLOv8
  • LLM-Interfaces
  • EU AI Act
Umsetzung
  • Kotlin · Jetpack Compose
  • Java · Flutter · Dart
  • Python · Flask · SocketIO
  • HTML · CSS · JavaScript
  • Robotik · Modbus TCP
  • Rapid Prototyping
07 — KontaktTuttlingen · CET

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